Warum Gebetshaus?

Der Ruf zum Gebet
"Auf deine Mauern, Jerusalem, stellte ich Wächter. Weder bei Tag noch bei Nacht dürfen sie schweigen. Ihr, die ihr den Herrn erinnern sollt, gönnt euch keine Ruhe!" (Jes 62,6)
Wir glauben, dass Gott in der heutigen Zeit sein Volk neu ins Gebet ruft. Auf der ganzen Welt, quer durch die christlichen Konfessionen, suchen Menschen neu nach der Kraft, nach der Vollmacht und der Faszination einer persönlichen Begegnung mit Gott im Gebet.
Ob "Burning Bush" in der katholischen Kirche, "International House of Prayer" oder "24-7prayer" in überkonfessionellen Realitäten: eine weltweite Gebets- und Fürbittbewegung ist entstanden - leidenschaftlich, entschieden und ansteckend. In einer Welt, die sich mehr denn je nach religiöser Erfahrung sehnt - in einer Kirche, in der die Kraft des beständigen, gläubigen Gebets an so vielen Orten vergessen ist, stehen junge Menschen auf, um neu zu ergreifen, was Gottes Wort verheißt:
"Wenn mein Volk sich demütigt und betet, mich sucht und von seinen schlechten Wegen umkehrt, dann höre ich es im Himmel. Ich verzeihe seine Sünde und bringe seinem Land Heilung." (nach 2 Chr 7,14)


Die Einladung der Kirche: Schulen des Gebetes
In seinem apostolischen Schreiben "Novo millennio ineunto" erinnert Papst Johannes Paul II. die ganze Kirche:
"Für diese "Pädagogik der Heiligkeit" braucht es ein Christentum, das sich vor allem durch die Kunst des Gebets auszeichnet. Das Erlernen [...] des christlichen Gebets [...] ist das Geheimnis eines wirklich lebendigen Christentums" (NMI 32). Er fährt fort:
"Unsere christlichen Gemeinden müssen echte "Schulen" des Gebets werden, wo die Begegnung mit Christus nicht nur im Flehen um Hilfe Ausdruck findet, sondern auch in Danksagung, Lob, Anbetung, Betrachtung, Zuhören, Leidenschaft der Gefühle bis hin zu einer echten "Liebschaft" des Herzens." (NMI 33) Weiter fordert der Papst Methoden der "Gebetserziehung", durch die alle Christen, auch Laien in Berufs- und Familienleben, zu einem Gebetsleben finden, das den Level des Oberflächlichen hinter sich lässt.
Doch wo sind die Orte, wo Menschen von heute lebendiges, leidenschaftliches Gebet erfahren können? Wo sie die Zentren, wo die Mitarbeiter der Pastoral kraftvolles und persönliches Gebet erleben können, damit sie in ihrer Arbeit vor Ort zu "Erziehern des Gebets" werden können?
Gefragt sind also Schulen des Gebets. Ein solches Zentrum soll sein...
- modern und ansprechend
- kreativ und innovativ
- offen für alle
- geistlich herausfordernd

blitzDas Gebot der Stunde: Zentren der Fürbitte
Die katholische Kirche in unserem Land hat die Kunst der Fürbitte über weite Strecken hinweg verlernt. Die Deutschen Bischöfe weisen in ihrem Schreiben "Zeit zur Aussaat" auf die Bedeutung des Gebets für die Entstehung "missionarischer Spiritualität" (ZzA 15) und das Gelingen der evangelistischen Bemühungen hin. Hierbei kann es nicht allein darum gehen, bei der Eucharistiefeier einige Fürbitten zu formulieren. Die Fürbitte ist eine Kunst. Die Fürbitte ist eine Waffe - sie ist ein beständiger, leidenschaftlicher Schrei des Herzens, dass Gott unser Land verändert und die Herzen zu sich zieht.
Doch wo sind die Orte, an denen Katholiken solche Fürbitte erleben und erlernen können? Gefragt ist ein Ort, an dem Menschen als Wächter auf der Mauer stehen. Rund um die Uhr, alle Tage der Woche rufen abwechselnd Gruppen von Fürbittern im Gebet zu Gott: Fürbitte für unsere Kirche, Fürbitte für unser Land, Fürbitte für unsere Politiker, Fürbitte um einen geistigen Aufbruch in Deutschland.

Das Ziel: Fürbitte - Anbetung - Lobpreis
Die Kirche braucht neue Formen. Die Schätze der Tradition enthalten potenziell beinahe alles: Gemeinschaftliches und persönliches Gebet, Fürbitte und Kontemplation, freie und vorgeprägte Gebete. Doch welche Formen sind geeignet, heutige Menschen zu erreichen und gleichzeitig nichts von den Inhalten preis zu geben und die charsimatische und traditionell katholische Elemente kreativ vereinen?
Fürbitte: wir wollen einen Ort, an dem Fürbitte eine dynamische, gemeinschaftliche und freudige Erfahrung ist. Die Verbindung von Musik, freien und biblischen Gebeten, ruhigen und energischen Momenten lässt Fürbitte zu der vibrierenden Sache werden, die sie eigentlich ist: mit dem Herzen Gottes übereinstimmen für eine leidende Welt.
Anbetung: kein Ausatmen ohne Einatmen - die Kraft und Motivation für die Fürbitte entspringt aus der innigen, persönlichen Erfahrung der eucharistischen Anbetung. In Stille und Kontemplation lernt das Herz, Gottes Stimme zu hören und die abwechselnden Gebetszeiten werden zum Dialog aus unserem Fürbitten und Gottes leiser Antwort.
Lobpreis: Musik und Lieder erleichtern es, den Blick auf Gott auszurichten. Dank und Lobpreis sind untrennbar von Fürbitte und Anbetung. Indem wir Gott Tag für Tag preisen, rufen wir seine Herrschaft über diese Welt aus - das ist Fürbitte. Und unsere Fürbitte bleibt nicht Problem-konzentriert , sondern erhebt ihres Fokus zur Herrlichkeit und Schönheit Gottes.
Gebet soll bedeuten, von Gott fasziniert zu sein.