Glossar

Erweckung

Im Laufe der Kirchengeschichte gab es quer durch die Konfessionen immer wieder Phasen während deren sich in einer bestimmten Region Menschen in großen Scharen einem lebendigen Glauben zuwandten. Solche Bewegungen entstanden häufig scheinbar aus dem Nichts und ergriffen plötzlich alle Gesellschaftsschichten. Von einer ersten solchen Bewegung berichtet die Apostelgeschichte Kapitel 2 im Zusammenhang der Ausgießung des Heiligen Geistes an Pfingsten. Seit dem 18. Jahrhundert ist für solche Bewegungen die hauptsächlich im evangelikalen Bereich bekannte Metapher „Erweckung“ verbreitet. Wir glauben, dass fürbittendes Gebet einer der entscheidenden Schlüssel für Erweckung ist und wir beten darum, dass auch in unserer Zeit und unserem Land ein neuer Glaubensaufbruch passiert.

Lobpreis

nennen wir eine freie Form gemeinschaftlichen Betens unter Verwendung moderner christlicher Lieder. Ein Lobpreisleiter sucht Lieder aus und stimmt sie an, teilweise auch spontan. Jeder ist eingeladen, mitzusingen und frei formulierte Gebete zwischen den Liedern zu sprechen.  

GebetshausMissionar

Die hauptsächliche Tätigkeit eines GebetshausMissionars ist das Gebet: 26 Stunden pro Woche (ehrenamtlich). Darüber hinaus arbeitet er mit in verschiedenen Dienstbereichen des Gebetshauses, wofür auch eine Anstellung möglich ist. Jeder GebetshausMissionar ist selbst für das Fundraising verantwortlich, das zur Schaffung seiner Stelle nötig ist. 

Braut Christi

Neben anderen biblischen Bildern für die Kirche, bzw. das Volk Gottes (Leib, Tempel etc.) enthält die Heilige Schrift auch die Metapher von der Gemeinschaft der Gläubigen als Braut Christi. So wie ein Mann eine Frau heiratet - so die symbolische Übertragung - wird Jesus wenn er in Herrlichkeit kommen wird (als Jesus nach seiner Auferstehung in den Himmel auffuhr, kündigte er an, ebenso wieder zu kommen) mit seinem Volk vereint werden, um es zu Herrschaft und Würde in liebevoller Gemeinschaft mit ihm zu erheben. Während also die ganze Kirche als Braut Christi bezeichnet werden kann, ist auch die Übertragung auf den Einzelnen möglich: Gott empfindet leidenschaftlich und liebevoll für jeden Menschen. Und dies nicht nur als Vater, sondern auch so entschieden und emotional wie ein Bräutigam.

Charismatisch

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts besteht eine stark wachsende Bewegung, der sich innerhalb des Christentums rund 500 Millionen Menschen zurechnen und die mit der klassischen Pfingstbewegung begann. Diese Bewegung war unter Anderem von der Betonung der Geistesgaben (vgl. 1 Kor 12-14) geprägt, die auch „Charismen“ genannt werden und im Laufe der Kirchengeschichte zuvor fast völlig in Vergessenheit geraten waren. Seit den 60er Jahren wurden auch Großkirchen von dieser Strömung erfasst. Die daraus resultierende Bewegung wird im katholischen Bereich als „Charismatische Erneuerung“, in der evangelischen Kirche als „Geistliche Gemeindeerneuerung“ bezeichnet. Freudiger Lobpreis, spontanes Beten, die Realität der Geistesgaben und die Betonung der persönlichen Umkehr und Erfüllung mit dem Heiligen Geist sind ihre Kennzeichen.  

Prophetie

Gott spricht auch heute. Eine der Gaben des Heiligen Geistes ist die Fähigkeit, Gottes Reden durch Eindrücke, Worte und Bilder wahrzunehmen. Während kein Eindruck ungeprüft und naiv als fehlerfrei angenommen werden soll (höchstes Kriterium ist immer die Übereinstimmung mit der Schrift und den friedvollen und positiven Auswirkungen eines Eindrucks), erwarten wir in Zeiten des segnenden Gebets, dass Gott konkrete Eindrücke schenkt, die uns Wegweisung sein können.   

Ökumenisch

Ökumene ist das brüderliche Zusammenwirken Angehöriger verschiedener christlicher Konfessionen. Während die einzelnen Christen ihre eigenen Traditionen und Kirchengliedschaften bewahren und ausleben, ermöglicht eine Betonung der verbindenden Elemente Gemeinsamkeiten in ganz vielen Bereichen.