Geschichte

Die 80er und 90er Jahre des 20. Jahrhunderts markieren den Beginn verschiedenster Gebetsbewegungen auf der ganzen Welt und quer durch die christlichen Konfessionen. Bereits bald nach einem einschneidenden Bekehrungserlebnis im Alter von 14 Jahren wird Johannes Hartl von der Idee angesteckt, mit anderen jungen Leuten zusammen länger am Stück zu beten. Die ersten Gebetsnächte und Gebetswochenenden finden in 90er Jahren mit anderen Jugendlichen statt, die wie Johannes Hartl zur Charismatischen Erneuerung in der katholischen Kirche gehören. 

Die Faszination für das Gebet vertieft sich im Leben von Johannes durch Reisen in viele Klöster, Begegnung mit Werken wie „Wachet und betet“ (Barbara Busowietz), „24/7-prayer“ (Pete Greig), „Wächterruf“ (Ortwin Schweizer), den Gebetsbergen in Uganda und in Südkorea (Paul Yonggi-Cho), sowie die Lektüre der Klassiker der Karmelmystik und des kontemplativen Gebets. 

Langsam reift in seiner Frau Jutta und ihm die Idee von einem geistlichen Zentrum, das besonders jungen Menschen einen Raum leidenschaftlicher christlicher Spiritualität bieten solle. 

Bei einem Besuch im „International House of Prayer“ in Kansas City (gegründet von Mike Bickle) gewinnt die Vision weiter Klarheit und verbindet sich mit der frühen Faszination für das 24-Stunden-Gebet. Zunehmend empfinden Jutta und Johannes es als einen klaren Ruf Gottes, ein Zentrum in Deutschland zu eröffnen, in dem das Gebet bei Tag und bei Nacht nicht verstummt. Die ersten Mit-Visionäre kommen dazu, man trifft sich in lockerer Runde. 

Ebenfalls im Gebet empfängt die Gruppe den Eindruck, nach Augsburg ziehen zu sollen. Erst später erfahren sie, dass es in Augsburg bereits verschiedene kleine Gebetsgruppen gab, die um ein 24-Stunden-Gebetszentrum in Augsburg gebetet hatten!

Die erste Station ist die katholische Pfarrgemeinde „Zu den heiligen zwölf Apostel“ in Augsburg-Hochzoll. Die ersten Gebetstreffen finden in einer Privatwohnung statt, die offnen Vortragsabenden in der Pfarrkirche. Immer mehr Menschen kommen hinzu - und zwar Christen aus allen Konfessionen. Ein erster Gebetsraum wird angemietet, die ersten Konferenzen und Schulungen folgen. 

Immer mehr Mitarbeiter kommen dazu, die wöchentlichen Gebetsstunden wachsen, bis im September 2011 schließlich das große Ziel erreicht ist: an 24 Stunden wird an 365 Tagen im Jahr im Gebetsraum gebetet.

Im Frühjahr 2012 kann eine eigene größere Immobilie in der Pilsenerstr. 6 in Augsburg erworben werden. Die Besucherzahlen der MEHR-Konferenzen steigen in die Tausenden. 

Im Herbst 2014 beschäftigt das Gebetshaus 22 vollzeitliche GebetshausMissionare und 4 weitere Angestellte. 

Die Mitarbeiter, Leiter und Besucher des Gebetshauses stammen aus verschiedenen christlichen Konfessionen. Das Gebetshaus ist in das Netzwerk der Charismatischen Erneuerung eingebunden, zudem besteht eine enge Einbindung in den ökumenischen Leiterkreis der Pastoren und Leiter von Gemeinden und Werken in der Stadt Augsburg. 

Mit der Diözese Augsburg besteht ein enges und herzliches Verhältnis, das durch einen bischöflich beauftragten Priester geregelt ist.