FAQ - Fragen an das Gebetshaus

Auf welche Weise wird da gebetet?

Prinzipiell sind die verschiedensten Formen des Gebets möglich. Eine gewisse Priorität kommt den Gebetsformen zu, die gemeinschaftlichen Fokus haben, also an denen alle beteiligt sein können. Daher besteht unser Ziel darin, möglichst viele Zeiten am Tag mit gestaltetem Gebet zu füllen: Lobpreis, Gebet mit der Bibel und Fürbitte. Dabei ist unser Gebet immer auch geprägt von charismatischen Elementen wie Sprachengebet und frei formulierten Gebeten. Dies jedoch soll immer auf eine Art und Weise geschehen, die auch für Außenstehende einladend ist. Ein hoher Stellenwert kommt der Musik zu.

Welche Musik gibt es da?

Unsere Gebetsspiritualität kennt Zeiten der Stille und Sammlung. Daneben ist für uns jedoch der Lobpreis sehr maßgeblich. Durch moderne Musik, die sich zum Mitsingen eignet, können viele am Gebet beteiligt sein und sich dafür öffnen. Unser Liedgut entstammt dabei hauptsächlich der Charismatischen Erneuerung. Wir träumen von zeitgenössischer, kreativer Musik und gut ausgebildeten Lobpreisbands. In Musik und Texten steht dabei immer Gott im Mittelpunkt. Die entscheidende Sache beim Lobpreis ist weder die Band noch "wie es mir dabei geht", sondern es geht um einen großen Gott, dessen herrliche Eigenschaften und Taten wir besingen.
Zu etwa 50% der Zeit gibt es Live-Lobpreis, den Rest der Zeit lassen wir ruhige Musik im Hintergrund laufen, die zum persönlichen Gebet einlädt. 

Was kann man als Besucher dort tun?

Das Gebetshaus ist zu jeder Zeit offen für Besucher. Man kann sich einfach reinsetzen und entspannen. Oder Bibel lesen. Oder mitbeten und mitsingen. Oder sich das Ganze nur anschauen. Daneben wollen wir eines Tages regelmäßig Gebetsdienst anbieten: Du bist krank, brauchst Hilfe oder Wegweisung von Gott? Komm doch ins Gebetshaus und empfange persönliches Gebet! Du möchtest beichten? Auch das wird angeboten! Eine kleine Kaffeetheke im Foyer bietet Snacks und Getränke für Tagesgäste. Im Büchershop findet man Medien und Literatur über Spiriutualität und Gebet und bei Seminaren und Schulungen kann man seinen persönlichen Glauben vertiefen.

Wer bezahlt das alles?

Das Gebetshaus als Projekt lebt einzig und allein von Spenden. Wir glauben, dass ein großer Freundeskreis von Menschen entstehen wird, die Anteil an diesem Unternehmen haben möchten. Als Mitglied des Freundeskreises kann man das Gebetshaus regelmäßig besuchen, an Seminaren teilnehmen, einen Freundeskreis-Brief beziehen und mithelfen, das Gebetshaus finanziell zu tragen. Die GebetshausMissionare haben persönliche Spenderkreise, die ihre Arbeitsstelle finanzieren.

"Von Spenden leben" - wie geht das steuerlich?

Jeder Gebetshaus-Missionar hat einen eigenen Spenderkreis, bei dessen Aufbau er auch Unterstützung von der Initiative erhält. Diese Spender spenden für einen bestimmten GebetshausMisisonar auf das e.V.-Konto. Diese Spenden ermöglichen uns, den Missionar für eine bestimmte Stundenzahl anzustellen. Dies ist also ein ganz normales Teilzeit-Anstellungsverhältnis, das den Mitarbeiter jedoch in Mitverantwortlichkeit für das Fundraising nimmt.  

Gibt es im Gebetshaus auch Schulungen?

Wir glauben, dass die katholische Kirche insgesamt an einem Mangel an solider biblischer Lehre leidet. Zwar ist das Level wissenschaftlicher Ausbildung an den theologischen Fakultäten sehr hoch, doch das persönliche Bibelwissen und die persönliche Spiritualität des Wortes Gottes ist besonders bei katholischen Laien meist sehr schwach ausgebildet. Deshalb legen wir Wert auf eine fundierte Einführung in die biblischen Grundwahrheiten im Licht der katholischen Tradition. Außerdem liegt uns die Ausbildung von Leitern für Gebetskreise, Jugendgruppen und Gemeinschaften sehr am Herzen. Konkret bieten wir dreimonatige Schulungen in den Bereichen Gebet, Bibel und praktischer Jüngerschaft an, wobei Schüler und Gebetshaus-Mitarbeiter in WG's zusammen leben. Daneben dient die "Daniel Akademie" einem geistlichen Leben im Alltag Berufstätiger. Im Sommer 2011gab es unsere erste einjährige Bibelschule. 

Wie kann man mitarbeiten?

Das Gebetshaus ist offen für jeden, der an dieser Vision mitarbeiten will - sei es im Freundeskreis, als Teilzeit- oder Vollzeitmitarbeiter. Die Grundvoraussetzung ist, dass man wirklich die Vision teilt, also ein radikales Leben des Gebets zu führen. Wenn das der Fall ist, nimm Kontakt mit uns auf. Für uns ist außerdem sehr wichtig, dass die Mitarbeiter durch ein Netz von Freundschaften verbunden sind, deshalb sollte ein potenzieller Mitarbeiter erst einige Zeit auf die Treffen kommen, die Leute kennenlernen und schauen, ob er dazu passt. Der letzte Schritt ist dann der Aufbau eines persönlichen Spenderkreises und die offizielle Aufnahme als Mitarbeiter.

Den ganzen Tag beten - wem dient das?

Wäre es nicht sinnvoller, den Armen in der Dritten Welt zu helfen oder aktiv in der Neuevangelisierung mitzuarbeiten? Wir glauben, dass das Hauptproblem der Kirche und der Gesellschaft nicht der Mangel an guten Projekten ist. Es gibt unzählige großartige Projekte in unserem Land, um den Bedürftigen zu helfen oder den christlichen Glauben effektiv zu vermitteln. Ohne Zweifel haben all diese Projekte ihre Berechtigung und Wichtigkeit. Wir glauben jedoch, dass ein eklatanter Mangel an und Sehnsucht nach glaubwürdiger Spiritualität herrscht. Es gibt viele karitative Projekte in den christlichen Kirchen. Doch ohne geistlicher Mitte - ohne Gebet - ist Kirche in Gefahr, das zu verlieren, was sie eigentlich zutiefst ausmachen sollte: Ort der Gottesbegegnung zu sein. Wir glauben, dass in der Kirche ein Mangel an Gebet und Zentren des Gebetes herrscht. Wir glauben, dass ein Mangel an gelebter, ansteckender Spiritualität unter Geistlichen und Laien eines der zentralen Probleme unserer Kirche ist. Wir brauchen Orte, an denen entschiedenes, leidenschaftliches Gebetsleben gelebt, erfahren und gelernt werden kann. Und wir brauchen Orte, an denen darum gebetet wird, dass die vielen pastoralen und karitativen Anstrengungen tatsächlich auf guten Boden fallen. Denn ohne Gebet ist jede Form des Apostolats unfruchtbar.

Wie steht ihr zu IHOP?

1999 in Kansas City, USA, gegründet, ist das "International House of Prayer" unter der Leitung von Mike Bickle eines der bekanntesten Gebetszentren in der freikirchlichen Welt. Wir sind als Gebetshaus von verschiedenen Gebetsbewegungen geprägt. IHOP ist für uns besonders hinsichtlich der Verbindung von Musik und Gebet, sowie der inhaltlichen Betonung auf die Theologie der "Braut Christi" ein wichtiger Impulsgeber. Wir fühlen uns IHOP freundschaftlich verbunden, auch wenn wir nicht mit allen inhaltlichen Lehraussagen vollständig übereinstimmen (dies betrifft in erster Linie die sehr ausführliche Endzeitlehre, sowie die unter amerikanischen Evangelikalen allgemein übliche stark vereinfachende biblische Hermeneutik).